Über mich

1979 wurde ich im geschichtsträchtigen Memmingen geboren und wuchs im wunderschönen Oberallgäu auf, wo ich ebenfalls meine Lehre zur Hotelfachfrau abschloss. Beruflich schipperte ich bald auf einem Kreuzfahrtschiff über die 7 Weltmeere, lebte und arbeitete anschließend lange Zeit als Eventmanagerin am idyllischen Tegernsee, ehe ich ins Allgäuer Familienunternehmen zurückkehrte. Schon immer gehörten Berge zu meiner Welt. Doch auf sie hinaufzuschnaufen (damals noch eher unfreiwillig), ließ den blonden, pausbäckigen Wandermuffel in jungen Jahren gerne mal motzen: »Sollen sich andere die Füße platt laufen und in ihren durchgeschwitzten Cord-Bundhosen doof aussehen!«.  Einige Jahre später, bei einer Trekkingtour in Nepal, machte ich dann meine erste echte Höhenerfahrung über 5.000 Meter und – der Bergfloh in mir wollte freiwillig mehr davon!

Aus der Abneigung gegen das Bergsteigen wurde meine größte Leidenschaft, die mich innerhalb von 14 Jahren auf viele Berge, die höchsten Gipfel aller Kontinente, zum Südpol, zum Nordpol und schließlich auf den Mount Everest führte. Nahezu ungeplant meisterte ich dadurch 2017 die Bergsteiger-Challenge Explorers Grand Slam (prompt noch als erste Person Deutschlands), von der ich erstmals hörte, als ich bereits fünf der neun Ziele dieses Wettbewerbs erreicht hatte. Noch heute staune ich ungläubig darüber und kann nur sagen: “Kneif mich einer … !”

Ja und warum das Ganze?? Weil es einfach aus der Tiefe meines Herzens heraus schlicht Spaß macht! An meine Grenzen zu gehen. Körper sowie Geist herauszufordern – natürlich auf eine noch einigermaßen gesunde Art und Weise …
Und das Thema läßt mich auch im Alltag immer mal wieder innehalten.

Grenzen.

Was kommt einem denn dabei als erstes in den Sinn …
Was Langweiliges? Mit Auflagen Verbundenes? Völlig Spaßbefreites? Gar Einschränkendes?
Oder aber vielmehr sogar etwas, das genau deswegen spannend ist! Und einen regelrechten Nervenkitzel, beim Versuch sie zu überwinden, auslöst! Wo hören sie auf und wo fangen sie an? Sie sind meist unsichtbar und dennoch spürbar zu erreichen. Ethisch gesehen einerseits absolut zu respektieren. Unter sportlichem Aspekt ist aber sogar gewollt, sie links liegen zu lassen und über sie hinaus zu gehen.
Und im Alltag sind sie allgegenwärtig. Erst reißt der Schnürsenkel, beim Einziehen des Neuen dann der Geduldsfaden, um final, mit neu gefädeltem Schuh, in Kaugummi zu enden.
Ja und dann gibt es noch die eigenen Grenzen. Und egal ob physisch, psychisch oder auch einfach nur anerzogen: grad diese bringen mich manchmal ziemlich aus dem Tritt. Einfach mal hinstellen und sagen, was ich denke und fühle. Zur Grenzerfahrung wird’s dann, den meist unkalkulierbaren (Gegen-)Reaktionen des Gegenübers zu begegnen. Und überhaupt: was oder wo sind die eigenen Grenzen? Bis wohin darf jemand bei mir gehen und ab wann ist Schluß? Bis zu welchem Punkt muss ich lächeln, weil man es von mir erwartet und ab wann darf ich, ohne dabei das Gesicht zu verlieren, sagen: „Hey, das ist mein Tanzbereich und das ist Dein Tanzbereich. Du kommst nicht in meinen und ich nicht in Deinen.“ Wo hört die gute Erziehung auf und wo fängt das natürlich angeborene authentisch sein an?

Mit Erreichen der 40er-Marke könnte ich meinen, das bereits für mich rausgefunden zu haben. Weit gefehlt. Immerhin überlasse ich öfter als früher der Intuition meine Führung, eine kleine empathische Ader hilft obendrein. Was mich aber nicht davor schützt, auch weiterhin regelmäßig ins Fettnäpfchen zu treten, weil ich mal wieder munter drauflos plappere. Mutig also, wer sich dann wie Adenauer zu sagen traut: „Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
Um meine eigenen körperlichen Grenzen zu finden, entdeckte ich eines Tages die Berge für mich. Zunächst die heimischen, später die hochalpinen in der fremden Ferne. Ich empfand pure Lebensfreude, lernte um einiges mehr als auf dem Schulweg und begegnete immer größeren Herausforderungen – technisch und höhenmetermäßig. Zum ersten Mal konnte ich überhaupt meine physischen Grenzen abstecken, diesen stetig näherkommen, final sogar überschreiten. Und durfte erfahren, es geht immer ein Stückchen mehr, als ich bisher dachte.
Auch mental! Kopf, Geist und Wille sind die dicksten Freunde auf dem Lebensweg! Und irgendwann gesellt sich zu den Grenzen die Erfahrung, wo ich Inge Meysel gerne sagen höre: „Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin. Und das Gute daran ist, man bekommt stets Einzelunterricht.“

Inzwischen zwar erfahrener unterwegs, umso unfreiwilliger und erschütternder die Begegnung mit einst Gleichgesinnten. Erfüllte Bergsteiger, welche ihrem Traum erlegen sind und im ewigen Eis zurückbleiben werden.

Grenzen.

Wo sind diese zwischen leidenschaftlichem Hobby und purem Wahnsinn? Hier nicht klar gesteckt sondern variabel und plötzlich. Erst spät merkt man, dass der Abgrund bereits viel zu nah ist.

„Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“ Anais Nin
Wir müssen uns nicht erst in Gefahr begeben, um die eigenen Grenzen auszuloten. Auch so ist es doch schon aufregend herauszufinden, was da sonst noch alles, außen wie innen, schlummert? Es ist nicht wichtig, welche Wände und Berge wir bezwingen, sondern was wir im Herzen zu Tale bringen. Drum weiter auf der eigenen Entdeckerreise! Hat sich bisher doch meist gelohnt ?!

… und das hat sich sicher auch der kleine Paul gedacht …

Findet in diesem schönen, karitativen und liebevoll illustrierten Kinderbuch die aufregende Reise von Paul Piepmatz, welcher mit seiner Familie in den Urlaub fliegt. Er lernt dabei die Welt in ihrer Vielfältigkeit kennen, entdeckt aber auch, dass zumindest eine Sprache überall die gleiche ist …

Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe.
Seneca bis 65 n.Chr.
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